BOOMGARDEN-PROJEKT

 

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Der „Boomgarden-Park“

Mit diesem Projekt gehe ich schon ein paar Jahre schwanger. Gründe dafür gibt es mehrere: AlleObstbäume des Boomgarden – Projekts, die ich persönlich pflege und bewirtschafte, stehen nicht auf unserem eigenen Grund und Boden, sondern auf Pachtland. Natürlich ist es aberwitzig, Sortenerhaltungsprojekte auf unsicherem Pachtland zu errichten, aber ich habe nun mal keinen Obsthof geerbt und leider auch nie einen kaufen können – wenn ich unser Projekt ab 1985 nicht auf dem mir zur Verfügung stehenden Pachtland realisiert hätte, hätte es nirgends stattgefunden und einige Dutzend alter Obstsorten wären nicht vor dem Untergang gerettet worden.

Nun ist absehbar, das für die größte unserer Obsthofflächen ( 2 Hektar) spätestens 2017 die Pacht auslaufen wird. Bei der Langfristigkeit aller Obstbauprojekte – bis ein frisch gepflanzter Hochstamm-Obstbaum anfängt zu tragen, vergehen nach der Pflanzung im Schnitt 5 Jahre - muss jetzt überlegt werden, wie es dann weitergehen soll. Die zu pflanzenden Bäume sind ja größtenteils nirgendwo zu kaufen, sondern müssen aus dem von uns gesammelten Reisermaterial erst angezogen werden. So vergehen zwischen Veredlung des Jungbaums und seiner Pflanzung auch noch 2 – 6 Jahre, je nach Baumform und Unterlage.

Ohne zu wissen, wo sie einmal stehen sollten, haben wir schon vor zwei, drei Jahren begonnen, Jungbäume anzuziehen für ein Projekt, das ich gerne als „mein Meisterstück“ bezeichne, ein Projekt in das die Kenntnisse und Erfahrungen von über 25 Jahren Umgang mit alten hiesigen Obstsorten einfließen sollen… In zwei Jahren sind ca. 400 junge Obstbäume in ca. 150 alten und seltenen regionalen Sorten pflanzbereit, teils als klassische Hochstämme, teils als robuste Halbstämme (ich werde ja auch nicht jünger und möchte nicht immer hoch hinaus müssen…)

In zwei Jahren – so hat es sich jetzt gerade neu ergeben – werden uns 3,8 ha guten Ackerbodens auf der Geest südlich von Stade zur Verfügung stehen, zunächst als Pachtland, später wird es dann in unsern Besitz übergehen (Erbe). Hier können wir unsern Traum verwirklichen, die besten und seltensten unserer alten Sorten langfristig zu sichern und auch einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Führungen, Vorträge etc.) Auch Themen wie Wildobst, Wildhecken, biologische Nützlingsförderung im ökologisch wertvollen Biotop Streuobstwiese sollen dargestellt werden.

Wir möchten dieses Projekt unter dem Dach des Pomologen-Vereins ansiedeln und in Kooperation mit dem BUND und einem Behinderten-Projekt durchführen. Die Anlage des „Boomgarden –Park“ erfordert mehr Mittel, als wir selber als kleiner Bio-Obsthof erwirtschaften können. Auch werden die Erträge der Obstpflanzungen realistisch betrachtet in den ersten 10 Jahren nicht die entstehenden Kosten decken können. Auch wenn wir alle verfügbaren Eigenmittel in dieses Projekt stecken, werden wir finanzielle Unterstützung von außen benötigen.

Wir hoffen, genügend Mithelfer und Unterstützer für dieses einzigartige Projekt zu finden.

Über den Fortgang der Planungen zum Boomgarden-Park“ informiert Sie demnächst unsere neuen Homepage www.boomgarden-park.de.

Eckart Brandt und Judith Bernhard